Mit dem Kriegsende 1945 kam
eine schwere Zeit für die Feuerwehr. Es
mussten Panzerbüchsen, Gewehre und anderes
Kriegsmaterial gesammelt werden. Es wurden
Geschäfte bewacht und so vor
Plünderungen bewahrt. Erst nach
Beendigung dieser Nachkriegsarbeiten konnte
die Freiwillige Feuerwehr ihren eigentlichen
Dienst wieder aufnehmen. Der Wiederaufbau
des Feuerlöschwesens musste
organisiert werden, viele Kameraden
waren noch in Kriegsgefangenschaft
oder im Krieg gefallen.
Seit dem
Bestehen des sozialistischen Staates 1949
sind auch die Aufgaben der Feuerwehr andere
geworden. Waren es bis 1956 in der Mehrzahl
noch aktive Brandeinsätze und
Hilfeleistungen, so ist jetzt der vorbeugende
Brandschutz eine der Hauptaufgaben der
Feuerwehr. Es wurden
Brandschutzgruppen aufgebaut, die Kontrollen
im Wohnsektor, der Landwirtschaft und in den
Handwerks- betrieben durchführten. Es
bildeten sich Pionierbrandschutzaktive,
aus deren Reihen der eine oder andere später
in den aktiven Dienst der Feuerwehr
eingetreten ist.
1949/50 wurde
das Kommando Feuerwehr in Aue gegründet. Die
Freiwillige Feuerwehr musste mit in
die Räume in der Mühlstraße
einziehen. Mit der Zeit stellte sich
jedoch heraus, dass die
Räumlichkeiten nicht mehr
ausreichten. In 1320 Stunden wurde
im Rahmen des Nationalen
Aufbauwerkes (NAW) in Eigenleistung
eine vorbildliche Unterkunft an
alter Stelle, in den Räumen unter
der Turnhalle der Dürer-Schule,
geschaffen.